Pfarrgemeinde St. Joseph

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Gottes Reich ?! 

In Gottesdiensten und Gebeten verwenden wir den Begriff des „Reiches Gottes“ häufig und bitten im populären Vaterunser sogar: „Dein Reich komme!“ Ursprünglich gemeint war die „Basileiã tou Theou“, die Königsherrschaft Gottes und damit der unumstößliche Anspruch einer Regentschaft, einer Führung durch den göttlichen Geist.
Nicht nur, seit die Autorität von demokratisch gewähltem Bundespräsident und Staatsoberhaupt schwächelt, sondern auch angesichts der Tatsache, dass ein monarchistisches Vokabular uns fremd anmutet, hat das, was eigentlich mit dem Wort gemeint ist, nicht den Charakter der Unterwerfung oder eines politischen Systems; vielmehr spielt sich für jeden Menschen, der auf seiner Suche wirklich mit Gott und seinem Messias, d.h. Christus, in Begegnung kommt, ein Prozess der Befreiung und Selbst-Offenbarung ab.
Gegenüber den von Johannes dem Täufer entsandten zwei Jün-gern mit ihrer Frage nach dem Anbruch der Basileiã antwortet Jesus: „Geht und berichtet, was ihr gesehen und gehört habt: Blinde sehen wieder, Lahme gehen, Aussätzige werden rein; Taube hören, Tote stehen auf und den Armen wird eine, die Frohe Botschaft verkündigt !“ ( Lk 7,22 par.; 4,17-21 ).
Diese Satzreihe ist nicht nur auf eine körperliche Gesundung und Heilwerdung gerichtet. Viel wichtiger ist ihr seelischer Aspekt: In Gottes Reich kommt an und findet seine wahre Psyche – Seele, wer um seinetwillen alles drangibt und sich Christus ganz über-lässt !! (vgl. Mk 8,35 par.)        -  et -

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